Wenn der Prüfer des Finanzamts seinen Besuch für eine Betriebsprüfung beziehungsweise eine Außenprüfung anmeldet, wird fast jeder Unternehmer nervös. Die Betriebsprüfung im Bereich des Steuerrechts ist eine Gesamtüberprüfung aller steuerlich relevanter Sachverhalte in einem Unternehmen. Die Außenprüfung dient der Ermittlung, Prüfung und Beurteilung der Verhältnisse eines Steuerpflichtigen um die Gleichmäßigkeit der Besteuerung sicherzustellen. Weil eine umfangreiche steuerliche Überprüfung den stärksten Eingriff in die Rechte eines Steuerbürgers darstellt, gelten für die Durchführung besondere Voraussetzungen und Vorschriften.

Was ist bei einer Betriebsprüfung zu beachten?

Betriebsprüfung
Betriebsprüfung durch das Finanzamt

Um im Zuge einer Betriebsprüfung böse Überraschungen zu vermeiden, sollten im Vorfeld schon alle möglichen Fragestellungen geklärt sein. Die Finanzverwaltung hält hier eine Fülle von Anforderungen an die Organisation Ihres Unternehmens parat – angefangen von der Definition sogenannter „steuerrelevanter Daten”, über verschiedene Möglichkeiten des Datenzugriffs bis hin zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen. Hier gilt es, die „richtigen Daten” zu ermitteln, diese von den nicht relevanten Daten abzugrenzen und im geforderten Format zur Verfügung zu stellen.

Was ist eine Steuerfahndungsprüfung?

Steuerfahndung
Steuerfahndungsprüfung durch die Steuerfahndung

Eine Steuerfahndungsprüfung kann durch unterschiedliche Ereignisse ausgelöst werden. Je nach Ablauf einer Betriebsprüfung kann eine solche in ein Steuerstrafverfahren übergeleitet werden, es ergehen anonyme Anzeigen über vermeintliche Verfehlungen, der ungeliebte geschiedene Ehegatte plaudert über vermeintliches, unversteuertes Vermögen oder unachtsame eigene Handlungen lösen ein solches Ereignis aus.

Wer heute am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt, kann schnell in ein Steuerstrafverfahren verwickelt werden – als Beschuldigter oder als Zeuge. Gerade unrichtige oder unvollständige Steuererklärungen ziehen aufgrund der verschärften Vorschriften wie zum Beispiel zur Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung schnell steuerstrafrechtliche Ermittlungen nach sich.

Die Steuerfahndungsprüfung, durchgeführt von den regional ansässigen Steuerfahndungsstellen, ist regelmäßig Auftakt zu einem Steuerstrafverfahren.

Darf das Finanzamt meinen Computer auslesen?

Datenzugriff des Finanzamts
Datenzugriff des Finanzamts

Seit dem 1. Januar 2002 wird den Finanzämtern aufgrund der gesetzlichen Regelungen im Steuersenkungsgesetz das Recht eingeräumt, die mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellte Buchführung des Steuerpflichtigen durch Datenzugriff zu prüfen. Dazu müssen die Softwarehersteller eine Funktion bereitstellen, mit der die Daten aus dem Programm exportiert werden können, so dass ein Prüfer sie in seine Software einlesen und Auswertungen darauf laufen lassen kann.

Wie diese Daten zu exportieren sind, sind in den “Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)” zusammengefasst und von uns in tax mit der Funktionalität “Export für Datenzugriff der Finanzverwaltung” bereitgestellt.

Bis 31.12.2014 richtete sich der Export nach den “Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU)”. Diese Grundsätze sind mit BMF-Schreiben vom 14.11.2014 in die allgemeinen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoBD) integriert worden (Inkrafttreten 01.01.2015).

Die Möglichkeit des Finanzamts, diesen Datenzugriff durchzuführen, besteht nur im Rahmen einer Außenprüfung. Daher müssen Sie die Daten nur dann exportieren, wenn Sie von dem Finanzamt dazu aufgefordert werden.

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